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Höhere Druckkapazität dank moderner Technik von Koenig & Bauer.
Hubert von Carnap nimmt Rapida 145 offiziell in Betrieb

Steuber Hubert von Carnap Rapida

Datum: 08.09.2021
Lesedauer: 2 min

 

Mit einem Bild der Künstlerin Conny Wachsmann gratulieren Ralf Engels (r.), Vertrieb Heinrich Steuber, und Peter Kolle, Koenig & Bauer, den neuen Inhaberinnen Katharina Steffens (2.v.l.) und Susanne Nordberg zum Start der neuen Maschine

Vor wenigen Tagen nahm der Verpackungs- und Kartonagenbetrieb Hubert von Carnap in Windeck/Nordrhein-Westfalen seine neue Bogenoffsetmaschine zusammen mit Kunden und Wegbegleitern offiziell in Betrieb. Aber nicht nur das: nach einem Brandschaden im vergangenen Jahr bot die Feier Anlass, das ausgefallene 150. Firmenjubiläum nachzuholen. Zudem konnten Geschäftsführer Jürgen Bergmann und Vertriebsleiter Martin Trojca Mitarbeitern und Geschäftspartnern mitteilen, dass mit Susanne Nordberg und Katharina Steffens die fünfte Generation des Familienunternehmens die Inhaberschaft übernimmt. Damit und mit der neuen Technik ist die Zukunft des Kartonagenbetriebes gesichert.

Prozessautomatisierung auf engstem Raum

Bei Hubert von Carnap druckt nun eine um 630 mm höher gesetzt Rapida 145 mit fünf Farbwerken, Lackturm und dreifacher Auslageverlängerung. Das ist für einen Verpackungsbetrieb nichts Ungewöhnliches. Herausragend ist jedoch, wie die Maschine auf engstem Raum installiert und mit umfangreicher palettenloser Logistik sowie weiteren Automatisierungskomponenten ausgestattet wurde. Alle Beistellungen um die höher gesetzte Maschine herum sind auf zwei Ebenen verteilt. Das verkürzt die Wege für die Maschinenbediener und optimiert den verfügbaren Platz für den erwarteten Output der Rapida 145. Durch eine enge Zusammenarbeit zwischen den Fachleuten bei Hubert von Carnap, Koenig & Bauer, dem Systemhaus Heinrich Steuber sowie den örtlichen Handwerksbetrieben ließ sich diese außergewöhnliche Installation umsetzen.

Mit der Rapida 145 erweitert Huber von Carnap seine Produktionskapazitäten deutlich. Die Maschine für Bogen bis zum Format 1.060 x 1.450 mm und Leistungen bis zu 16.000 Bogen/h und Bedruckstoffen bis zu 1,6 mm Stärke liefert im Vergleich zum Vorgänger aus dem Jahr 2002 40 Prozent mehr Output. Dazu tragen Automatisierungen wie Nonstop-Automatiken an Anleger und Auslage, ziehmarkenfreie Anlage DriveTronic SIS, FAPC-Plattenwechsler und CleanTronic Synchro für parallele Waschprozesse bei. Die Qualitätskontrolle und -regelung erfolgt inline mit QualiTronic ColorControl sowie PDFCheck für Bogeninspektion und den Vergleich der Druckbogen gegen das Vorstufen-PDF. Diese Systeme bieten Druckern und Auftraggebern optimale Sicherheit für hochqualitative Druckprodukte.

Anspruchsvolles Bedruckstoff-Spektrum

Daneben wurde viel getan, um den Druckern das Arbeiten zu erleichtern. Das beginnt bei den EasyClean-Farbkastenblechen für schnelle Farbwechsel, reicht über ungekantete Druckplatten, auskuppelbare Farbwerke, EES zur Reduzierung der Emissionen im Bereich der Auslage und geht bis hin zu einer Zugänglichkeit nahezu aller Aggregate, ohne dass Stufen überwunden werden müssen. Mit der Abwärme aus den Kühlgeräten der Druckmaschine lassen sich nun auch die Produktionshallen heizen.

Hubert von Carnap produziert Verpackungen, überwiegend für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie, für Werkzeuge sowie Gefahrgüter wie Sprengstoffe, die im Bergbau Anwendung finden. Dieses Produktionsspektrum verlangt der Technik einiges ab, denn es müssen sowohl dünne Kartonagen als auch biegesteifer Vollkarton sowie Mikrowelle bedruckt, gestanzt und zu fertigen Verpackungen geklebt werden.

Weitere Investitionen und neue Geschäftsfelder

Pro Woche verarbeitet Hubert von Carnap 160 bis 200 Tonnen Karton. Und es soll mehr werden: Die beiden neuen Eigentümerinnen Susanne Nordberg und Katharina Steffens informierten ihren 50 Mitarbeiter darüber, dass die Installation der Rapida 145 den Anfang für künftige Investitionen bildet. Beide wollen Hubert von Carnap weiter entwickeln und aufgrund des derzeitigen Bedarfs an Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen in neuen Geschäftsfeldern tätig werden. Dazu gehört auch, neue Auftraggeber für ihr Unternehmen zu gewinnen.

Gleichzeitig bedankten sie sich bei Mitarbeitern und Kunden, die dem Traditionsbetrieb in den vergangenen schwierigen Monaten treu geblieben sind.